Körpersprache mit Händen und Armen

Wie wichtig die Körpersprache eines Redners während eines Vortrags oder Körpersprache mit Händen und Armen einer Präsentation ist, haben wir in dem Artikel "Kennen Sie Ihre Körpersprache während eines Vortrags ?" gezeigt. Selbstverständlich gilt dies auch für andere Auftritte und alltägliche Gespräche, aber auch für bedeutende Momente wie Bewerbungsgespräche.

Wenn von Körpersprache (auch nonverbale Kommunikation genannt) die Rede ist, so ist stets die Gesamtheit aller Bewegungen gemeint. Dazu gehören die Mimik des Gesichts, Kopfbewegungen, die Bewegung und Haltung der Arme, Haltung des Oberkörpers, Stand und Bewegung der Beine und nicht zuletzt die gesamte Körperspannung.

Für den Bereich des Vortrags und der Rede sind vor allem die Bewegungen der Hände und Arme von großer Bedeutung. Mit den Armen können Sie besonders starke Bewegungen ausführen, die auch noch weiter hinten im Publikum gesehen werden. Sie können das Gesagte eindrucksvoll durch große Hand- oder Armbewegungen unterstreichen. Sie können das Gesagte mit den Bewegungen bildhaft darstellen. Und nicht zuletzt können Sie mehr über sich und das gerade Gesagte verraten, als Sie eigentlich wollen - über sogenannte Adaptoren.


Die Bewegung der Arme während eines Auftritts

Beanspruchen Sie mit Ihren Armen einen ausreichenden Bereich für sich. Der Platz um Sie herum gehört Ihnen und darf ruhig für ausladende Gebärden genutzt werden. Dies sollten Sie besonders tun, wenn Sie Wert auf Glaubwürdigkeit und Autorität legen. Die Charisma-Trainerin Eva Thiel sagt dazu: "Status ist Raum und Zeit".

Das bedeutet, je mehr Raum Sie durch Ihre Gestik für sich beanspruchen, desto eher erhalten Sie ein hohes Ansehen. Eng am Körper anliegende Hände werden auf Dauer als schüchtern und verängstig wahrgenommen. Schauen Sie sich dazu einmal die Reden einiger Spitzenpolitiker im Bundestag an. Obwohl das Rednerpult den Platz einschränkt, nutzen sie den zur Verfügung stehenden Raum aus. Gerade ausladende Handbewegungen sind hier häufiger zu sehen.

Auch den Aspekt Zeit können Sie mit Ihren Armen nutzen - indem Sie die Armbewegungen eher ruhig und betont ausführen. Ein Redner mit hohem Ansehen hat es nicht nötig schnell zu reden. Er hat keine Angst, dass ihm jemand in das Wort fällt. Ebenso verhält es sich mit den Bewegungen der Körpersprache. Unterstreichen Sie Ihren Vortrag daher eher mit ruhigen und kraftvollen Gesten. Schnelle und hektische Bewegungen unterstützen Ihre Aussage nur, wenn Sie gerade impulsiv über ein Thema reden oder wenn es den inhaltlich um schnelle Themen geht (schnelle Veränderungen, schnelle Reaktionen...). Wenn Sie also zu einem schnellen Handeln in einer Sache aufrufen, ist eher eine schnellere Körpersprache angebracht. Mit dauerhaft schnellen Bewegungen vermitteln Sie aber einen unsicheren Eindruck. Und wenn Sie als Redner unsicher scheinen, leidet auch die Glaubwürdigkeit Ihres Vortrags.

Die richtige Höhe der Arme und Hände

Halten Sie die Hände möglichst auf Höhe zwischen Hüfte und Kopf. Tiefer gehaltene Hände vermitteln genau wie schnelle, fahrige Gesten einen unsicheren Eindruck - schon allein deshalb, weil Sie in diesem Fall die Arme hängen lassen müssen.

Auf dieser Höhe haben Sie zudem den meisten Bewegungsfreiraum und unterstützen am stärksten den Inhalt Ihrer Aussage.

Bewegungen der Hände und Finger

Mit den Händen lassen sich eine Menge unterstützender Bewegungen ausführen. Wenn Sie etwas aufzählen "erstens, zweitens", so können Sie bei jeder Zahl die entsprechende Anzahl an Fingern zeigen. Dies unterstützt visuell ihre Aussage - die Zuhörer können Ihnen leichter folgen. Ein gestreckter Daumen oder das Zusammenlegen von Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis können Zustimmung signalisieren. Mit dem Zeigefinger lässt sich wirkungsvoll eine Richtung vorgeben. Achten Sie allerdings darauf, nicht auf Ihre Zuhörer zu zeigen. Nicht umsonst hieß es früher "mit nacktem Zeigefinger zeigt man nicht auf andere Leute". Es kann als unhöflich empfunden werden. Mit der geschlossenen Faust lassen sich Ihre Armbewegungen energischer unterstreichen.

Sehen Sie zum Abschluss ein Video der Zeitschrift Zeit Wissen, welches die eben genannten Punkte zum Thema Körpersprache der Hände verdeutlicht und erweitert:

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